Langer Samstag am 1. Adventssamstag 1962

1962 fand der erste lange verkaufsoffene Samstag mit verlängerten Öffnungszeiten bis 18 Uhr statt.

Bisher schlossen die Läden am Samstag um 14 Uhr. Zu sehen an der Uhr am Eingang zum Kleinschmittsgäßchen.
Koblenz erstrahlte in festlicher Weihnachtsbeleuchtung.
Es war viel los, die Löhrstraße war voll.
Der Schutzmann regelte den Verkehr. Es fuhren noch Autos aus der Fischelstraße kommend und auch die Straßenbahn.
An den vier Türmen.
Der heutige Zentralplatz war ein Parkplatz. Zu sehen sind noch Reste der mittelalterlichen Stadtmauer.
Hier der Blick vom Zentralplatz nach rechts auf das heutige Schängel-Center.
Am Wöllershof. Erstaunlich, wie viele neue Autos es schon gab.
In der Pfuhlgasse wurde wild geparkt, es war noch keine Durchgangsstraße.
Am Löhrrondell gab es Adventskränze, Fernsprecher und Taxis.
Langsam wird es dunkel. Löhrstraße in Richtung Kreuzung Pfuhlgasse.

Es war nicht einfach, zu dieser Zeit Nachtaufnahmen zu machen. Hein Wolf verwendete für die Aufnahmen den neu auf den Markt gekommenen Agfa Iospan Record Rapid Film.

Eine ruhige Hand, leistungsstarker Blitz oder ein Stativ waren unerlässlich. Es war aber auch kein Spaziergang, wie so oft suchte er die erhöhte Perspektive. Wer aber an einem Samstagabend dahin kommen wollte, musste die richtigen Leute kennen.

In manchen Läden …
… wurde noch dekoriert.
Für alle gab es etwas.
Für die Mädchen Puppen und Wintergarderobe, hier seine Tochter Beatrix vor einem Schaufenster.
Für die Jungs elektrische Eisenbahnen.
Für die älteren Herrschaften: Uhren und Schmuck.

Das Wirtschaftswunder war auch in Koblenz zu erleben. Zehn Jahre zuvor gab es überall in der Stadt noch viele Trümmer.

Die Schaufenster waren wieder voll.
Laufend frische Mandeln.
Leckeres Essen.
Die Tüte für 50 Pfennig.
Schaschlik und Bratwürste im Brötchen für 1 DM.
Für jeden auch etwas Herzhaftes.
Bratwurst im Brötchen.
Es schmeckte …
… und es war schön warm.
Auch andere Fotografen waren unterwegs, hier sein Fotofreund Fritz Ganzhübner vom Foto-Club Koblenz mit seiner Linhof-Technika.
Die Löhrstraße war schwarz und gut besucht.
Die Geschäftsleute haben sich viel Mühe für die weihnachtliche Beleuchtung und Dekoration gemacht.
Der Neubau des Kaufhofs war gerade erst fertig, es war das größte Kaufhaus der Stadt.

Bemerkenswert ist aber, dass von den alteingesessenen Koblenzer Geschäften, Restaurants und Cafés aus dieser Zeit heute nur noch eine Handvoll existieren.

Kaufhaus Lütke, Kreuzung Löhrstraße-Pfuhlgasse, heute Fahrrad-Franz.
Kaufhaus Freund.
Modehaus Dienz am Friedrich-Ebert-Ring.
Am Plan.
Blick in den Entenpfuhl.
Die Löhrstraße von den Vier Türmen aus gesehen.
Modehaus Bauer im Entenpfuhl.
Modehaus Ecke Braugasse-Entenpfuhl
Leuchtreklame am Eingang Löhrstraße.

Kommentieren

Navigate