Die Straßenbahn in Koblenz

Zum Koblenzer Straßenbild gehörte lange Zeit die Straßenbahn, die ab dem 17. Januar 1899 die Pferdebahn ablöste, nachdem 1898 das neue Elektrizitätswerk in der Schützenstraße fertiggestellt wurde. Die letzte Straßenbahn fuhr im Jahr 1967. 

Ein Wagen der Straßenbahn vor dem Koblenzer Hauptbahnhof mit Werbeschrift, frühe 1950er.

Die erste Linie der elektrischen Straßenbahn verkehrte zwischen Goebenplatz (heute: Görresplatz) und Schützenhof.  

Die Linie 2 in der Hohenzollernstraße auf der Fahrt am Schützenhof vorbei, 1950er.

Bei Betrachtung der Fotos fällt auf, wie klein die Wagen auf der Spurbreite von einem Meter im Gegensatz zu den heutigen Gelenkbussen doch waren. 

Ein Wagen der Linie 4 auf dem Plan an den Vier Türmen, 1950er.
Der Plan in den 1950ern.
Der Plan in den 1950ern von einem Turm der Liebfrauenkirche aus fotografiert.

Zu der Zeit gingen viele Leute wohl auch noch zu Fuß oder fuhren mit dem Fahrrad. 

Blick in die Löhrstraße in Richtung Süden. Fußgänger, Autos und die Straßenbahn teilen sich den Platz, ca. 1960.

Die Wagen der Straßenbahn wurden aber auffällig oft als Werbemittel genutzt, manchmal befand sich die Werbefläche auch über den Fenstern. 

Blick in die Löhrstraße in Richtung Süden. Fußgänger, Autos und die Straßenbahn teilen sich den Platz, 1960.

Die Straßenbahn war wohl ein sehr auffälliges Werbemittel.

Die Straßenbahn an den Vier Türmen, 1956.

Dies insbesondere immer dann, wenn die Straßenbahn durch die belebten Straßen wie die Löhrstraße fuhr.  

Die Löhrstraße in Blickrichtung Norden zu den Vier Türmen

Martin Wolf kann sich noch darin erinnern, dass er als Kind mit Familie und Freunden mit der Bahn bis zum Schützenhof fuhr, um das Freibad in Oberwerth zu besuchen. Meistens hat sie Heinrich Wolf allerdings mit dem Auto hingefahren und dann abends abgeholt. 

Blick von einem Turm der Herz-Jesu-Kirche auf das Löhrrondelll zur Weihnachtszeit, 1956
Der Vorplatz des Hauptbahnhofs in Koblenz mit Autos, Bussen und Straßenbahn in Blickrichtung Norden, 1962.
Der Blick in die bereits aufgeräumte Löhrstraße 1948 in Blickrichtung Süden bzw. Hautpbahnhof. Die Türme der Herz-Jesu-Kirche sind noch zerstört. Auf der rechten Seite ist eine schmale Unterbrechung der Bürgersteigs zu sehen, dort geht es zum Wöllershof. Das Geschäftsleben beginnt langsam wieder.
Blick in die Löhrstraße in Richtung Norden. Fußgänger, Autos und die Straßenbahn teilen sich den Platz, 1958.
Dies ist dieselbe Aufnahme wie zuvor, allerdings im Ausschnitt vergrößert, um die vielen Details sichtbar zu machen. Blick in die Löhrstraße in Richtung Norden. Fußgänger, Autos und die Straßenbahn teilen sich den Platz, 1958.
Viel los in der Löhrstraße.
Löhrrondell, ca. 1960.
Der Blick auf den Friedrich-Ebert-Ring auf die Hezu-Jesu-Kirche in Richtung Westen. Heinrich Wolf fotografierte aus dem Turm der Christuskirche heraus, 1958.
Der Blick über den Friedrich-Ebert-Ring vom Turm der Christuskirche aus in Richtung Osten, 1958. Die Gleise der Straßenbahn sind deutlich zu erkennen, ebenso ein Obus. Auf dem späteren Areal der Rhein-Mosel-Halle findet die Koblenzer Kirmes statt.
Der Friedrich-Ebert-Ring in Blickrichtung Osten. Der Turm der Christuskirche befindet sich noch im Wiederaufbau, ca. 1951.
Liebfrauenkirche: Die erste Konstruktion, mit Blick auf den Plan, Heinrich Wolf Fotograf Archiv Koblenz
Blick vom Westturm der im Wiederaufbau befindlichen Türme der Liebefrauenkirche über den Ostturm auf den Plan, 1953. Auf dem Plan fährt ein Wagen der Straßenbahn.
Eine Straßenabahn auf der Balduinbrücke, frühe 1960er.Diese wurde bis 1949 im alten Zustand wiederhergestellt und später für den zunehmenden Verkehr umgebaut.
Firmungstraße aus Blickrichtung Görresplatz, 1956
Blick in den Altengraben, 1956
Der Jesuitenplatz mit Blick auf die Gleisen der Staßenbahn in der Firmungstraße, 1958.
Ein Wagen der Straßenbahn Koblenz auf der letzten Fahrt der Linie 6 in den Stadtteil Moselweiß am 27. Oktober 1964. Offenbar wollten sich viele Bürger von der liebgewonnen “Elektrisch” verabschieden.

Das rechtsrheinische Straßennetz wurde bereits in den 1950er-Jahren vollständig auf Obusbetrieb umgestellt, nachdem dieses kriegsbedingt vom linksrheinischen Netz getrennt worden war. Die Materialreste der Gleisen sind wohl teilweise im Koblenzer Umland von Privatpersonen verbaut worden, allerdings zu anderen Zwecken.  

1 Kommentar

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    Lohner, Hubertus Reply

    Wieder tolle Bilder, die Erinnerungen wach rufen. Ich bin Jg. 5.12.1934. An die Straßenbahn habe ich lebhafte Erinnerungen.
    1. Im Jahre 1962 hat der Besitzer des Etablissements GROß Koblenz, Horst, genannt der “Schwanehals” mit seinem Mercedes Sportwagen an der Kreuzung Rizzastraße in die Löhrstraße bei einem seitlichen Zusammenstoß die Straßenbahn zum Entgleisen und in die Seitenlage gebracht. Das Unfallgeschehen hat das Verkehrskommando “Unfall-Überfallkommando” aufgenommen und protokolliert.
    2. Meine Verlobte arbeitete in der Rheinstraße im Textilhaus Freund. 2x in der Woche habe ich sie dort, zu Fuß, vom Asterstein kommend, abgeholt und wir zwei gingen in Gedanken versunken “Arm in Arm” von den Vier Türmen kommend, in Richtung Goldgrube. Auf die Gleise der Straßenbahn, auf denen wir gingen, achteten wir nicht. Plötzlich ertönte von hinten das “schrille Klingeln” der Straßenbahn. “Ring,Ring,Ring!! Wir beiden machten je einen erschrockenen Satz nach rechts und links und waren ob dieses Erlebnisses ganz schön schockiert.
    3. Ganz gerne erinnere ich mich an den Ruf des Schaffners, nach einem Halt. Kaum fuhr die Straßenbahn wieder an, rief der Schaffner:” Ist jemand zugestiegen?” Dann nochmal: “Sonst noch jemand zugestiegen?” Oder: “Durchgehen bitte!”
    Schade, dass unsere Stadtplaner aus dem Bild der Stadt entfernt haben und dafür Obuslinien eingerichtet haben. Seien Sie gegrüßt Hubert Lohner

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