– Einblick in unsere Arbeit –
Mit diesem Beitrag möchten wir einmal einen Blick hinter die Kulissen gewähren: Wie werden die Fotos online gestellt?
In der Regel liegt uns eine Negativ-Kartei vor, die einen Film beinhaltet.
Die Negativstreifen scannen wir ein, so dass die Fotos in digitaler Form vorliegen. Das ist nicht nur wichtig, um die Fotos online veröffentlichen zu können, sondern auch, um sie vor Verlust zu schützen und der Nachwelt zu erhalten.

Im Anschluss folgt der nicht immer ganz einfache Teil: Zwar können wir anhand der beschrifteten Metadaten auf der Kartei und der Reihenfolge der Aufnahmen in der Regel relativ genau sagen, was die Fotos zeigen und wo sie aufgenommen wurden. Manchmal wissen auch wir das aber nicht ganz genau. Wir freuen uns daher stets über Hinweise und Hintergrundwissen zu den einzelnen Aufnahmen.
Das folgende Foto ist dafür ein Beispiel. Ohne konkreten Hinweis wäre uns eine genaue Zuordnung nicht möglich gewesen.
Der SWR stellt unter dem Titel “SWR Retro – Abendschau vom 13.11.1957” einen Beitrag “Stadtbilder Koblenz: Wiederaufgebaute Stadtteile und Trümmergrundstücke” zur Verfügung (Hier geht es zum Beitrag). Der folgende Ausschnitt ist daraus entnommen und zeigt 5 Jahre nach dem obigen Foto von Heinrich Wolf einen Kameraschwenk nach links in Richtung St. Josef-Kirche.
Es kostet also einige Mühe, Zeit und Wissen, alles richtig zu bezeichnen. Das folgende Foto wurde wohl am Eingang der Görgengasse-, heute Pfuhlgasse, aufgenommen.
Geht man von der Beschriftung auf der Negativ-Kartei aus, zeigen die nächsten Fotos “Markenbildchenweg, Alt-Koblenz, Rund um das Altlöhrtor”.


1 Kommentar
Ab dem 1.4.1962, im Alter von 28 Jahren, war ich als Schutzpolizist, von der Bereitschaftspolizei auf dem Asterstein kommend, bedienstet beim Verkehrskommando. Zugang von der Bahnhofstr. aus. Im großen Haus der damaligen Polizeidirektion war die Kriminalpolizei untergebracht. Herr Heinrich Wolf war dort beim Erkennungsdienst als Fotograf bedienstet. Ich habe auch die Ausstellung im Hause Metternich besucht.
Im Rahmen einer persönlichen Recherche über alte Fotos vom damaligen und noch vorherigen Gebäude des Verkehrskommandos, dachte ich an Herrn Heinrich Wolf und seine Fotografien. Ich konnte die Mailanschrift von Martin Wolf ermitteln und seine Bilder aus der Sammlung seines Vater ermöglichten es mir, in einem Puzzler Spiel ein Bild von diesem Gebäude aus dem Jahre 1937 ausfindig machen. In diesem Gebäude saß im Jahre 1937 ein evangelischer Pfarrer aus dem Dorf Dickenschied im Hunsrück ein. Es war damals ein Gefängnis der GESTAPO. Herr Pfarrer Paul Schneider wurde von Koblenz aus ins KZ Buchenwald transportiert und ist dort ermordet worden. Für die Hilfe von Martin Wolf und den Bildern seines Vater, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Die soeben gesehene Bildreihe finde ich sehr interessant. Ich bin kein waschechter Koblenzer aber ich war schon als Jugendlicher, von Bassenheim aus, in Koblenz. Seit 1.9.1955 ohne Unterbrechung wohne ich hier.Ich habe auch einige Bildbände von Koblenz Alt und Neu, oder Koblenzer Köpfe. Es grüßt die Initiatoren mit frdl. Gruß Hubert Lohner